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Woran ich einen guten Espresso erkenne
Für mich beginnt guter Espresso nicht erst an der Maschine. Die Bohne muss schon vorher stimmen. Eine Espressoröstung sollte so entwickelt sein, dass sie unter Druck ein konzentriertes und ausgewogenes Ergebnis in die Tasse bringt.
Dabei muss ein Espresso nicht automatisch sehr dunkel geröstet sein. Ich mag zum Beispiel keine Röstungen, die nur noch nach verbranntem Holz schmecken. Ein kräftiger Espresso darf Charakter haben, aber ein bisschen Süße und Aroma sollten trotzdem übrig bleiben.
Genau deshalb probiere ich bei Espresso gerne unterschiedliche Röstungen aus. Manchmal überrascht eine Bohne, von der man es zunächst gar nicht erwartet hätte.
Espresso ist nicht einfach nur starker Kaffee
Dieser Satz hält sich erstaunlich hartnäckig. Espresso ist zwar konzentrierter als Filterkaffee, aber „stark“ beschreibt eigentlich nur einen Teil der Sache.
Bei der Espressozubereitung wird heißes Wasser unter Druck durch fein gemahlenen Kaffee geführt. Die Kontaktzeit ist vergleichsweise kurz, und genau deshalb müssen Mahlgrad, Kaffeemenge, Wassertemperatur und Durchlaufzeit miteinander harmonieren.
Wenn das passt, entsteht auf der Oberfläche häufig eine feine Crema. Sie sieht schön aus, ist aber für mich nicht das alleinige Qualitätsmerkmal. Ein Espresso kann eine beeindruckende Crema haben und trotzdem geschmacklich enttäuschen.
Entscheidend ist, was nach dem ersten Schluck bleibt.
So gelingt Espresso auch zu Hause
Man muss kein gelernter Barista sein, um zu Hause einen guten Espresso zuzubereiten. Ein paar Grundregeln reichen völlig aus:
- Die richtige Menge: Etwa 7 bis 9 Gramm fein gemahlener Kaffee pro Tasse.
- Die richtige Temperatur: Wasser um die 90 bis 96 Grad – kochendes Wasser macht den Espresso bitter.
- Die richtige Zeit: Ein Espresso sollte in etwa 25 bis 30 Sekunden durchlaufen.
- Die richtige Reinigung: Eine saubere Maschine sorgt dafür, dass alte Öle den Geschmack nicht verfälschen.
Wer sich eine eigene Maschine anschaffen möchte, findet bei unseren Siebträgermaschinen die klassische Variante für Liebhaber, die gerne selbst Hand anlegen. Wer es unkomplizierter mag, ist mit einem Kaffeevollautomaten bestens bedient – auf Knopfdruck, ohne Kompromisse beim Geschmack.
Ganze Bohne, gemahlen oder Kapsel – auch beim Espresso eine Frage der Gewohnheit
Wer den vollen Geschmack erleben möchte, greift zu unseren ganzen Espresso Bohnen und mahlt sie frisch, direkt vor der Zubereitung. Wer es lieber unkompliziert mag, findet in unserem gemahlenen Espresso eine ebenso gute, bereits passend gemahlene Alternative. Und für die schnelle Tasse zwischendurch bieten unsere Kapselsysteme eine bequeme Lösung, ganz ohne Mühle und Wartezeit.
Wer es lieber etwas milder mag, aber trotzdem nicht auf den Charakter eines Espresso verzichten möchte, findet auch in unseren 100% Arabica Röstungen eine feinere Alternative zum klassischen, kräftigen Espresso.
Ein Espresso ist am Ende immer auch ein kleines Ritual – die paar Minuten, in denen man innehält, bevor der Tag weitergeht. Nehmen Sie sich diese Zeit. Ihre Tasse wird es Ihnen danken.
Espressoröstung oder Filterröstung – der Unterschied in der Tasse
| Merkmal | Espressoröstung | Filterröstung |
|---|---|---|
| Röstprofil | Häufig mittel bis dunkel, je nach Stil | Häufig heller bis mittel geröstet |
| Geschmack | Kräftig, vollmundig, oft schokoladig oder nussig | Häufig klarer, aromatischer und fruchtiger |
| Mahlgrad | Sehr fein für die klassische Espressozubereitung | Mittel bis gröber, abhängig von der Zubereitung |
| Typische Zubereitung | Siebträger, Espressomaschine, teilweise Mokkakanne | Filtermaschine, Handfilter, teilweise French Press |
Die Tabelle ist natürlich nur eine Orientierung. Ich habe schon sehr interessante Espressos getrunken, die deutlich heller geröstet waren, als man es von einem klassischen italienischen Espresso erwarten würde.
Wer dagegen den traditionellen kräftigen Stil bevorzugt, wird mit einer dunkleren Espressoröstung wahrscheinlich schneller glücklich.
So würde ich Espresso zu Hause einstellen
Für einen guten Espresso braucht man keine zehn Jahre Barista-Erfahrung. Ein bisschen Übung hilft allerdings. Gerade beim Siebträger lohnt es sich, nicht ständig gleichzeitig alles zu verändern.
Als Ausgangspunkt können etwa 7 bis 9 Gramm Kaffee für einen einfachen Espresso dienen. Bei modernen Siebträgern werden häufig auch größere Mengen für einen doppelten Espresso verwendet. Entscheidend ist letztlich das Verhältnis zwischen Kaffeemenge, Getränkemenge und Zeit.
Auch eine Wassertemperatur um ungefähr 90 bis 96 Grad kann ein sinnvoller Ausgangspunkt sein. Je nach Bohne und Röstung darf man davon aber durchaus abweichen.
Bei der Durchlaufzeit sind etwa 25 bis 30 Sekunden ein guter Startpunkt. Wenn der Espresso danach zu sauer, bitter oder dünn schmeckt, würde ich zuerst den Mahlgrad verändern.
Und noch etwas wird gerne vergessen: die Maschine sauber halten. Alte Kaffeeöle können den Geschmack deutlich beeinflussen. Das merkt man manchmal erst, wenn man eine Maschine nach längerer Zeit gründlich gereinigt hat.
Siebträger oder Vollautomat – wie trinken Sie Ihren Espresso?
Ich verstehe beide Seiten. Der Siebträger macht mehr Arbeit, dafür kann man unglaublich viel selbst beeinflussen. Mahlgrad, Kaffeemenge, Anpressdruck und Bezugszeit – wer gerne ausprobiert, hat hier viele Möglichkeiten.
Ein Kaffeevollautomat ist dagegen wesentlich bequemer. Bohnen hinein, Knopf drücken und der Espresso kommt in die Tasse. Gerade im Alltag ist das ein großer Vorteil.
Ich würde deshalb nicht behaupten, dass die eine Maschine grundsätzlich besser ist. Wer gerne am Kaffee arbeitet, hat mit dem Siebträger seine Freude. Wer morgens schnell einen guten Kaffee möchte, wird einen Vollautomaten wahrscheinlich zu schätzen wissen.
Beides hat seine Berechtigung.
Welche Bohnen eignen sich für Espresso?
Bei Espresso findet man häufig Mischungen aus Arabica und Robusta. Das hat einen guten Grund. Robusta kann einer Mischung mehr Körper, Würze und Koffein geben. Außerdem kann er für eine kräftige Crema sorgen.
Arabica bringt dagegen häufig feinere und komplexere Aromen mit. Je nach Herkunft können Nuss, Schokolade, Gewürze oder auch fruchtige Noten im Vordergrund stehen.
Ich persönlich mag Espressomischungen, die nicht nur auf maximale Stärke ausgelegt sind. Ein bisschen Würze und Kraft sind schön. Wenn aber nach dem Espresso nur noch Bitterkeit im Mund bleibt, ist mir das zu viel.
Wer einen etwas feineren Charakter bevorzugt, kann deshalb auch einmal unsere 100 % Arabica Kaffees ausprobieren.
Ganze Bohnen oder gemahlener Espresso?
Wenn ich zu Hause Espresso zubereite, würde ich immer ganze Bohnen bevorzugen. Die Bohnen werden unmittelbar vor dem Bezug gemahlen und das Aroma ist dadurch besser geschützt.
Eine gute Kaffeemühle ist dafür allerdings wichtig. Eine schlechte oder ungleichmäßig mahlende Mühle kann einem guten Espresso mehr schaden, als man zunächst denkt.
Wer es unkomplizierter möchte, kann natürlich auch gemahlenen Espresso verwenden. Das ist besonders praktisch, wenn man keine eigene Mühle besitzt oder nur gelegentlich Espresso zubereitet.
Für mich ist das keine Glaubensfrage. Wenn der Kaffee schmeckt, schmeckt er.
Espresso aus der Mokkakanne – ein ganz eigener Klassiker
Nicht jeder braucht eine Siebträgermaschine, um einen kräftigen Kaffee zu Hause zuzubereiten. Die klassische Mokkakanne gehört für mich nach wie vor zu den interessantesten Möglichkeiten.
Der Kaffee aus der Mokkakanne ist allerdings nicht dasselbe wie ein Espresso aus der Espressomaschine. Druck, Temperatur und Zubereitungsweise unterscheiden sich deutlich.
Trotzdem kann eine kräftige Espressoröstung darin hervorragend funktionieren. Besonders wer einen intensiven Kaffee mit etwas italienischem Charakter mag, sollte diese Zubereitung nicht unterschätzen.
Espresso pur, als Cappuccino oder mit Milch?
Ein guter Espresso muss für mich nicht immer pur getrunken werden. Manchmal ist genau das Gegenteil richtig.
Ein kräftiger Espresso kann die Grundlage für einen sehr schönen Cappuccino oder Latte Macchiato bilden. Gerade bei Milchgetränken darf die Röstung etwas kräftiger sein, damit der Kaffeegeschmack nicht untergeht.
Wenn ich dagegen einen Espresso pur trinke, achte ich stärker auf die feinen Aromen. Dann darf er ruhig etwas weicher und ausgewogener sein.
Und manchmal ist es ganz einfach: Nach dem Essen einen kleinen Espresso, zurücklehnen und fünf Minuten Ruhe haben.
Das war's.
Was ich beim Espressokauf wirklich wichtig finde
Ich würde mich beim Kauf nicht allein von Begriffen wie „stark“, „italienisch“ oder „extra dunkel“ leiten lassen. Solche Angaben können eine Richtung zeigen, sagen aber noch nicht, ob Ihnen der Kaffee schmeckt.
Schauen Sie lieber auf die Röstung, die Bohnenmischung und die für Sie passende Zubereitungsart. Wenn Sie einen klassischen kräftigen Espresso suchen, ist eine ausgewogene Mischung mit etwas Robusta oft ein guter Anfang. Wer es feiner mag, kann mit einem höheren Arabica-Anteil beginnen.
Und dann heißt es ausprobieren.
Ich habe im Laufe der Jahre gelernt, dass Kunden beim Espresso sehr unterschiedliche Vorstellungen haben. Der eine möchte morgens einen kräftigen Wachmacher. Der nächste trinkt nach dem Mittagessen nur einen kleinen, milden Espresso. Und wieder jemand anderes möchte vor allem einen Espresso, der im Cappuccino noch deutlich zu schmecken ist.
Den einen perfekten Espresso für alle gibt es deshalb nicht.
Es gibt nur den Espresso, bei dem Sie nach dem ersten Schluck denken: Ja, genau so mag ich ihn.
Wenn Sie diesen Espresso noch nicht gefunden haben, schauen Sie sich in Ruhe bei unseren Espressosorten um. Vielleicht ist die nächste Packung ja genau die richtige für Ihre Tasse.