Säure
Säure ist ein Bestandteil des sensorischen Kaffeeprofils.
Sie kann beispielsweise frisch und fruchtig wirken, bei unausgewogener Zubereitung aber auch unangenehm hervortreten.
Für die Praxis: Säure allein ist kein Fehler. Betrachten Sie sie zusammen mit Süße, Bitterkeit und Körper.
Fachliche Grundlage: Specialty Coffee Association: Descriptive Assessment.
Säurearm
Säurearm beschreibt bei Kaffee meist einen vergleichsweise milden Säureeindruck oder eine entsprechende Produkteigenschaft.
Wahrgenommene Säure und gemessener pH-Wert sind nicht dasselbe.
Für die Praxis: Die Bezeichnung garantiert weder Säurefreiheit noch individuelle Magenverträglichkeit.
Fachliche Grundlage: Specialty Coffee Association: Wasser und Säure · Bundeszentrum für Ernährung: Kaffee in der Küche.
Scheibenmahlwerk
Ein Scheibenmahlwerk mahlt Kaffee zwischen zwei profilierten Mahlscheiben.
Ihr Abstand bestimmt wesentlich die Feinheit der Mahlung.
Für die Praxis: Material und Durchmesser allein garantieren keine bestimmte Tassenqualität; Konstruktion und Einstellung zählen mit.
Fachliche Grundlage: Eureka: stufenlose Mahlgradeinstellung.
Schokoladennote
Eine Schokoladennote ist ein Geruchs- oder Geschmackseindruck, der an Schokolade erinnert.
Er kann bei einem nicht aromatisierten Kaffee aus dessen eigener Aromatik entstehen.
Für die Praxis: Ob tatsächlich Schokolade oder Aroma zugesetzt wurde, zeigt die Produktkennzeichnung, nicht das Verkostungswort allein.
Fachliche Grundlage: SCA/WCR: Coffee Taster’s Flavor Wheel.
Schonkaffee
Schonkaffee ist keine einheitlich definierte Kaffeeart.
Anbieter verwenden den Begriff für unterschiedlich behandelte oder als mild angebotene Kaffees.
Für die Praxis: Fragen Sie nach dem konkreten Verfahren. Schonkaffee muss nicht entkoffeiniert sein und ist kein medizinisches Versprechen.
Fachliche Grundlage: Bundeszentrum für Ernährung: Kaffee in der Küche.
Schümli
Schümli ist eine im deutschsprachigen Raum gebräuchliche Bezeichnung für Kaffee mit einer feinen Schaumschicht, oft aus dem Vollautomaten.
Für die Praxis: Der Name beschreibt keine eigene Kaffeeart und legt weder Herkunft noch Mischungsverhältnis fest.
Fachliche Grundlage: NIVONA: Geräte, Mahlwerk und Pflege.
Schwarzer Tee
Schwarzer Tee entsteht aus verarbeiteten Teeblättern, deren Inhaltsstoffe gezielt oxidieren.
Diese Verarbeitung prägt Farbe und Geschmack des Aufgusses.
Für die Praxis: Die oft verwendete Bezeichnung Fermentation meint hier überwiegend enzymatische Oxidation und nicht denselben Vorgang wie bei fermentierten Lebensmitteln.
Fachliche Grundlage: Wissenschaftlicher Informationsdienst Tee: Verarbeitung.
Screen
Screen bezeichnet bei Rohkaffee eine Siebgrößenklassifikation.
Bohnen werden nach ihrer Größe über Siebe sortiert; die genaue Klassifikation hängt vom Herkunftssystem ab.
Für die Praxis: Eine größere Screen-Zahl ist keine vollständige Qualitätsbewertung. Größe und Tassenqualität sind unterschiedliche Merkmale.
Fachliche Grundlage: International Coffee Organization: Bohnengrößen und Klassifikation.
Second Flush
Second Flush bezeichnet eine spätere, auf den First Flush folgende Ernteperiode bei Tee.
Besonders häufig begegnet die Angabe bei Darjeeling.
Für die Praxis: Es handelt sich um eine Ernteangabe, nicht um einen zweiten Aufguss derselben Blätter.
Fachliche Grundlage: Teekampagne: Ernten und Verarbeitung.
Sencha
Sencha ist eine Grünteeart, besonders bekannt aus Japan.
Für viele japanische Grüntees ist die Behandlung mit Wasserdampf ein wichtiger Verarbeitungsschritt.
Für die Praxis: Sencha ist keine feste Geschmacksnote. Herkunft, Ernte und Verarbeitung beeinflussen die Tasse; richten Sie Temperatur und Ziehzeit nach dem Produkt aus.
Fachliche Grundlage: Ronnefeldt: japanische Grüntees und Sencha.
Siebträger
Der Siebträger nimmt das Kaffeesieb auf und wird an der Brühgruppe befestigt.
Darin liegt das für den Bezug vorbereitete Kaffeemehl.
Für die Praxis: Siebgröße, Dosis und Mahlgrad müssen zusammenpassen. Halten Sie Sieb und Dichtflächen sauber.
Fachliche Grundlage: Ascaso: Dream, Bedienelemente und Technik · illy: Espresso Preparation Guide.
Siebträgermaschine
Eine Siebträgermaschine führt heißes Wasser unter Druck durch Kaffee im eingespannten Siebträger.
Mahlen, Dosieren und Vorbereiten bleiben meist eigene Arbeitsschritte.
Für die Praxis: Sie bietet viel Einfluss, verlangt aber auch eine passende Mühle und wiederholbare Handgriffe.
Fachliche Grundlage: La Pavoni: Siebe, Siebträger und Kaffeevorbereitung.
Single Dosing
Single Dosing bedeutet, dass pro Bezug eine vorher abgewogene Bohnenportion in die Mühle kommt.
Ein großer, ständig gefüllter Bohnenbehälter ist dafür nicht erforderlich.
Für die Praxis: Ein- und ausgegebene Menge können sich durch Rückstände unterscheiden. Wiegen hilft bei der Kontrolle.
Fachliche Grundlage: illy: Mahlung und Zubereitungsverfahren · Eureka: stufenlose Mahlgradeinstellung.
Single Estate
Single Estate verweist auf Kaffee von einem benannten Gut beziehungsweise einer Farm.
Damit ist die Herkunft enger beschrieben als bei einer bloßen Länderangabe.
Für die Praxis: Ob eine Ernte oder mehrere Partien enthalten sind, entnehmen Sie der jeweiligen Produktbeschreibung.
Fachliche Grundlage: Dallmayr Röstkunst: Single-Origin- und Estate-Beispiele.
Single Origin
Single Origin bezeichnet Kaffee aus einer angegebenen Herkunft.
Das kann je nach Anbieter ein Land, eine Region oder ein enger begrenztes Gebiet sein.
Für die Praxis: Lesen Sie die konkrete Herkunftsangabe; der Begriff allein nennt noch keine einzelne Farm.
Fachliche Grundlage: Dallmayr Röstkunst: Single-Origin- und Estate-Beispiele.
Specialty Coffee
Specialty Coffee bezeichnet Kaffee, der wegen besonderer Eigenschaften einen zusätzlichen Wert erhält.
Dazu gehören sensorische Merkmale und nachvollziehbare Informationen über Herkunft und Herstellung.
Für die Praxis: Die heutige SCA-Definition lässt sich nicht auf eine einzige Punktzahl reduzieren.
Fachliche Grundlage: Specialty Coffee Association: Definition.
Stufenlose Mahlgradeinstellung
Bei einer stufenlosen Einstellung lässt sich der Mahlgrad ohne fest vorgegebene Rastpunkte verändern.
Das ermöglicht kleine Korrekturen beim Einstellen von Espresso.
Für die Praxis: Gehen Sie in kleinen Schritten vor und beachten Sie, ob die Mühle beim Verstellen laufen soll.
Fachliche Grundlage: Eureka: stufenlose Mahlgradeinstellung.